Geförderte-Exponate 2

Exponate für Museen

Bayern hat eine reiche Geschichte, die der Pflege verdient. Die Hirtl-Stiftung unterstützt das Bayerische Nationalmuseum und das Deutsche Museum. Beispiel hierfür finden Sie unten.

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Bayr. Nationalmuseum

Restaurierung von Schiffsmodellen

Die Modellschiffe im "Deutschen Museum" lassen nicht nur Kinderaugen leuchten: Gerade weil München weit von jedem Hochseehafen entfernt ist, bereitet es Freude, angesichts dieser liebevoll erstellten Exponate ein bisschen Seeluft zu schnuppern.

Doch auch Modellschiffe müssen gelegentlich generalüberholt werden. Zu diesem Zweck wurden einige von ihnen in das "Bayerische Nationalmuseum" überführt, wo es Expertinnen und Experten für diese Arbeit gibt. Die Hirtl-Stiftung hat dabei knapp 4500 € Kosten übernommen. Wir freuen uns, dass die Schiffe das Trockendock inzwischen wieder verlassen haben und in ihre Vitrinen im "Deutschen Museum" zurückgesegelt sind.

Einen Flyer zur Sonderausstellung "Traumschiffe der Renaissance" finden Sie hier. Ein Besuch lohnt sich sehr. 

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Deutsches Museum

Sonderausstellung zu den Instrumenten der "Detong Music Society"

Diese Gesellschaft wurde 1919 in Shanghai gegründet, um die chinesische Musik zu revitalisieren: Ziel war der Bau von Instrumenten und die Bildung von Orchestern mit chinesischen Instrumenten nach westlichem Vorbild.

1926 wurde eine Auswahl dieser Instrumente dem Deutschen Museum geschenkt. Zum 100. Jahr der Schenkung soll eine erstmalige öffentliche Präsentation dieser Instrument erfolgen: In Kooperation mit der Universität Taipei (NTNU) und begleitet von einem Konzert von Studierenden der Universität Taipei mit dem Repertoire der Datong Music Society.

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museum.de

Sammlung Bollert

Stiftungsmittel wurden unter anderem dafür verwendet, das Bayerische Nationalmuseum beim Erwerb der „Sammlung Bollert“ zu unterstützen.

Dr. Gerhard Bollert (1870-1947) war ein Berliner Anwalt und politisch für die Deutsche Demokratische Partei aktiv. Er hatte von 1908 bis 1939 eine Privatsammlungen aufgebaut, die vor allem aus mittelalterliche Skulpturen bestand.

Bollert hielt demonstrativ auch während der NS-Diktatur daran fest, seine jüdischen Klienten zu vertreten. Das hatte zur Folge, dass ihm kurz vor Kriegsende die anwaltliche Betätigung verboten wurde. Er verbrachte daraufhin seinen letzten Lebensabschnitt in Bayern, am Tegernsee.

Der Familie Bollert ist es gelungen, den größten Teil der Sammlung über den Kriege und die NS-Diktatur hinaus bis in die Gegenwart zusammen zu halten. 2004 überließ die Familie dann dem Bayerischen Nationalmuseum 93 Werke und Werkgruppen der Sammlung. Durch Zukäufe konnte dann der ursprüngliche Umfang der Sammlung wieder hergestellt werden. Die Zuwendungen der Hirtl-Stiftung wurde dabei der Erwerb einer seit 1959 als Leihgabe im Museum beherbergte Maria aus einer Marienkrönung vom Meister der Biberacher Sippe möglich. Im Ausstellungskatalog des Bayerischen Nationalmuseums heißt es: „Die Sammlung bereichert nicht nur den traditionellen Kernbestand des Hauses an spätgotischen Bildwerken aus Süddeutschland und dem Alpenraum, sondern liefert eine Ergänzung für in München bislang wenig repräsentierte Bereiche.“