Unterstützung für Senior/innen

Nochmal rauskommen, es zuhause warm haben und was "G´scheits" zum Anziehen

Ja, eigentlich sollte das für Menschen, die lange gearbeitet haben auch im Alter selbstverständlich sein! Ist es aber leider nicht...

Herr S. im Pflegezentrum
Bildrechte Rainer Liepold

Der Hirtl-Stiftung liegen Seniorinnen und Senioren am Herzen, die sich nicht ins soziale Netz fallen lassen, sondern auf eine von Eigenverantwortung geprägte Lebensgeschichte zurückblicken. Inzwischen ist so ein Lebensentwurf aber auch keine Garantie für ein materiell sorgenfreies Alter mehr.

Die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise treffen alte Menschen besonders hart. Und dazu werden gerade auch die Heimkosten in Altenheimen und Pflegezentren massiv erhöht, weil die Betreiber auch unter großem Kostendruck stehen. So werden auch viele Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, von staatlichen Zuschusszahlungen abhängig. Privilegien, wie ein Taschengeld, das einen Wiesnbesuch möglich macht, fallen dann auf einmal weg. Aber ist es denn wirklich ein "Privileg" nach 42 Jahren Berufstätigkeit ein paar Euro zur freien Verfügung zu haben...?

Von Heizkostenzuschüssen bis zu einem Paar neuer Schuhe helfen wir. Doch am fotogensten ist es, wenn wir einen Ausflug oder eine gemeinsame Unternehmung ermöglichen. Hier sehen Sie ein paar Eindrücke von dem, was die Hirtl-Stiftung ermöglicht:

Ausflug Pflege Senioren Wohnen Kieferngarten

Karlheinz Tschuchnig, Leiter der "Sozialen Therapie" berichtet: Am Dienstag, den 13. Juni 2023 unternahmen sieben Bewohner des "Senioren Wohnens Kieferngarten" zusammen mit drei Betreuern und einer FSJlerin einen Ausflug in die Innenstadt zu der Kunstaustellung „Flowers Forever“ in der Kunsthalle in München. Dort angekommen konnte man viele Bilder und andere Kunstwerke in allen möglichen Farben und Formen zu dem Thema „Blumen“ bestaunen. Außerdem gibt es einen Raum, in dem auf einer Leinwand das Wachsen und Leben einiger Pflanzen virtuell gezeigt wird. Die Senioren waren begeistert von den schönen Werken, am besten gefiel ihnen der Raum, in dem man durch 100000 von der Decke hängenden, getrocknete Blumen hindurchgehen konnte.

Die "Wiesn" ist für alte Münchner "ein Muss"!

Mit 89 nochmal Riesenrad fahren? Beim Dosenwurf einen Preis gewinnen? Sich um 11.30, also gerade noch rechtzeitig vor dem Mittagsläuten Weißwürste servieren lassen? Einfach nur bei strahlender Sonne die Festzeltgasse auf der Wiesn entlang laufen und dann den Blick auf die Bavaria genießen?

Einige Hochbetagte hatten am 22. September Tränen in den Augen: "Das war der schönste Tag seit 20 Jahren", "Dass ich das nochmal erleben darf?!"

Durch die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise werden gerade die Heimkosten in Altenheimen und Pflegezentren massiv erhöht. Zwischen 400 und 1100 € müssen die Bewohner in München monatlich mehr zahlen. Damit werden auch viele Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, von staatlichen Zuschusszahlungen abhängig. Privilegien, wie ein Taschengeld, dass einen Wiesnbesuch möglich macht, fallen dann auf einmal weg. Aber ist es denn wirklich ein "Privileg" nach 42 Jahren Berufstätigkeit ein paar Euro zur freien Verfügung zu haben...?

Sicher ist, dass die Seniorengruppe, die am 22.9.2022 auf der Wiesn war, dies aus ganzem Herzen genossen hat. Die Mitarbeitenden des Pflegezentrums Lore-Malsch-Haus haben diesen Besuch durch eine Eins-zu-Eins-Begleitung ermöglicht. Und allen waren berührt, wie freundlich das Wies-Personal zu einer Gruppe von hochbetagten Rollstuhlfahrern war...!

Hier sehen Sie ein paar Eindrücke von diesem von der Hirtl-Stiftung ermöglichten Tag: